EMG - Erich Meyer-Gillessen - Marken-Produkte & Systemlösungen für den Rohbau

Bodenbeschaffenheit und Abdichtung

Abdichtung und Dränage sind unbedingt im Zusammenhang zu sehen.

Bei der Planung der erforderlichen Abdichtung und Dränage ist folgendes zu berücksichtigen:
  • die Wasserdurchlässigkeit des Bodens
  • die Geländeform
  • der höchste Grundwasserstand


Die Bodenbeschaffenheit:

  • Nichtbindige Böden (Sand- und Kiesgröße >0.06mm) sind so durchlässig, dass das Sickerwasser, selbst bei starken Niederschlägen, ohne zu stauen, bis zum schwer durchlässigen Boden bzw. bis zum derzeitigen Grundwasserstand sickert. In reiner Form sind diese Böden selten anzutreffen.
  • Bindige Böden (Korngröße <0.0002mm = Lehm, Schluff, Ton) hingegen verzögern das Versickern so, dass bei stärkeren Niederschlägen das Wasser langsamer versickert als es ankommt. So entsteht zeitweilig stauendes, also drückendes Wasser oder auch gefährliches, ständig drückendes Schichtenwasser.
Sperrschichten und Abdichtungen sind per Definition wasserführende Schutzschichten.
Deshalb ist stets darauf zu achten, dass ihre berührende Schicht möglichst sickerfähig ist.

Die Abdichtung und ihre Dränage:

Gegen aufsteigende Feuchtigkeit sind waagerechte Sperrschichten anzuordnen.
Damit keine Feuchtigkeitsbrücken entstehen, müssen die Sperrschichten an die Abdichtung anschließen oder ggf. diese überlappen.
1. Sperrschicht zwischen Fundament und Wand, gegen aufsteigende Feuchtigkeit
nach außen in der Hohlkehle an der Grundmauerabdichtung und nach innen an die Fußboden-Drän- und Sperrsperrschicht anschließen.
2. Die Sperrschicht hinter der Sockel-Verblendschale gegen Regen- und Spritzwasser
nach unten über die Grundmauerabdichtung überlappen und nach oben an die Sperrschicht am Fußpunkt der Luftschicht bzw. der Fassade anschließen.

Gegen seitlich einwirkende Feuchtigkeit auf die Grundmauer sind die entsprechenden Drän- und Abdichtungsmaßnahmen zu treffen, unter Berücksichtigung der Rissempfindlichkeit des Untergrundes.
Gilt das Material, welches die Abdichtung berührt als schwer durchlässig, so ist eine Flächendränage vorzusehen. Die Funktion von Flächendränagen besteht darin Wasser flächig aufzunehmen und senkrecht zum Dränrohr abzuleiten.
Zum Schutz des Bauwerks sind somit, neben der entsprechenden Abdichtung, zusätzlich anzubringen:
1) eine Schutzschicht gegen mechanische Beschädigungen der Abdichtung beim Verfüllen der Baugrube
2) eine Flächendränage zur Aufnahme und möglichst schnellen Ableitung des andrängenden Wassers
3) einer Filterschicht zur Verhinderung des Verschlämmens der Dränschicht
4) eine Ringdränage unterhalb der Flächendränage zur Aufnahme und Abführen des anfallenden Wassers.

Je nach Bodenbeschaffenheit und Wasserbeanspruchung

bieten wir Ihnen folgende Systemlösungen an:


  1. Bei nicht drückendem Wasser und gut sickerfähigem Erdreich, ist der DIPEX Feuchtigkeitsschutz in Kombination mit der Platon-Dichtungsmatte, ein ausreichender Schutz: DIPEX schließt die Poren und Platon erfüllt lediglich eine Regenmantelfunktion. Eine wirkungsvolle Ringdränage ist in diesem Falle nur dann notwendig, wenn die anfallende Wassermenge nicht ungehindert ins Erdreich versickert.

> Systemlösung: DIPEX + Platon Dichtungsmatte
     

  2. Ist das Erdreich für die zu erwartende Wassermenge nicht genügend sickerfähig, so ist eine gut funktionierende Flächen- und Ringdränage vorzusehen. Die Flächen- und Ringdränage fängt das nicht ins Erdreich versickerte Regenwasser auf und leitet es zügig und druckfrei über den so vorgegebenen Weg in die Kanalisation. Eine filterstabile, ausreichend bemessene Dränanlage =
> 4-elements-drain-system

> Systemlösung: DIPEX + Platon Double Drain + FSD oder opti-drän
     

  3. Sollte der zügige und sichere Ablauf der anfallenden Wassermenge, trotz Flächen- und Ringdränage nicht dauerhaft gewährleistet sein, so ist eine für zeitweilig stauendes, also für drückendes Wasser geeignete Abdichtung vorzusehen.

> Systemlösung: DIMAflexi2K + Platon Double Drain + FSD / opti-drän
     

  Wärmedämmung hochwertig nutzbarer Räume im Keller:
Das Verkleben der Perimeterdämmung erfolgt mit DIMAflexi2K.

> DIMAflexi2K Klebemasse Wärmedämmung)
     
     



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